Das rockt!

Da mache ich endlich mal was für mich, und Cat und Kascha´s me.made.mittwoch hat Sommerpause. Hmmgut. Ehrlich gesagt finde ich ja, dass es eh viel zu viele Mitmachaktionen gibt, ob Sieben-Sachen-Sonntag oder Frage-Foto-Freitag, da blickt ja kein Mensch mehr durch. Mein neues Lieblingsteil passt jedenfalls sowohl in die Kategorie me.made, als auch zum Upcycling-Tuesday. 

Zum Nachmachen braucht man nur ne alte Jeans, ein Stück festen Stoff (bei mir wars Möbelstoff vom Schweden) und den unbedingten Willen, die eigenen Füße auf so viele Fotos wie möglich mit drauf zu kriegen.

Zuerst wird die innere Hosenbeinnaht rausgeschnippelt. Ich hab hinten etwas mehr weggenommen, denn meine Hose hatte ein Loch am Boppes. Danach kürzt ihr die Hose auf die Länge, in der ihr später den Rock haben wollt, plus 1-2 cm für den Saum. Das geht am besten, wenn man das Teil dafür nochmal anzieht und dann mit Kreide die passende Länge markiert.

Den vorderen Teil der Hose nun an der Mittelnaht einschneiden und die beiden Seiten wie auf dem Bild übereinanderlegen und feststecken. Ich habe hinten wegen dem Loch sehr viel vom alten Stoff weggenommen, daher musste ich diesen Schnitt nur am vorderen Teil machen. Wer nur die Mittelnaht aus der Hose nimmt, bitte unbedingt auch hinten einschneiden und übereinanderlegen. Wenn man das nicht macht, beult der Rock später an dieser Stelle.

Zum Zuschneiden des eingesetzten Stücks habe ich Hose und Stoff auf den Boden gelegt, mit Trickmarker den Ausschnitt nachgemalt und mit einem Zentimeter Nahtzugabe ausgeschnitten. Trickmarker vielleicht vorher auf dem Stoff testen, angeblich verschwinden die nicht auf allen Materialien wieder. (Bei mir war die Spur allerdings so schnell weg, dass ich die zweite Hälfte im Blindflug zugeschnitten habe, mich dabei natürlich verschnitten habe und der Stoff letzlich nicht passte. Aber das ist ne andere Geschichte.)

Den Stoff rechts auf rechts feststecken und in die Jeans nähen. Danach Nahtzugaben nach außen (zum Jeansstoff hin) bügeln und von rechts knappkantig absteppen. Jetzt nur noch die Länge der eingesetzten Stücke anpassen und rundherum säumen. Fertsch. Rock anziehen und die bewundernden Blicke von herumliegenden Kleinstkinderen ernten.

Der aufmerksame Betrachter wird nun festgestellt haben, dass meine Füße nicht nur auf 33% der Bilder zu sehen sind, sondern dass ich ganz offensichtlich auch zu lange die gleichen Schuhe in der Sonne anhatte und mir ein lustiges Muster draufgebräunt habe.

Viel Spaß beim Nachnähen!

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Kommentare: 2
  • #1

    Manuela (Samstag, 20 April 2013 00:22)

    tolle Idee, die ich heute gleich umgesetzt habe (hatte den gleichen Riss hinten am Bein :) Habe eine Frage: hast du den Rock an den Seiten noch schmaler genäht? Ich finde meinen etwas zu weit und werde ihn enger nähen an den Seitennähten,

  • #2

    mambapferd (Sonntag, 21 April 2013 16:37)

    @manuela: Ich habe die Weite so gelassen, denn bei mir sitzt der Rockbund nun höher, als damals der Jeansbund. Um den Rock schmaler zu machen, würde ich den Stoff knapp neben der alten Seitennaht aufschneiden, und die Teile ein wenig weiter übereinanderschieben. So bleiben dir die alten Jeansnähte erhalten und der Rock sieht "originaler" aus.
    Liebe Grüße, Manja

mambapferd ist

von der guten Seite, nerdy, Turnschuhträgerin, Mama von zwei Jungs, stiller Beobachter, viel zu häufig Gutmensch, eine gute Köchin, kreativ, für gemeinsames Schweigen zu haben, gerne am Meer, dickköpfig, verheiratet, in der Lage Ruhe ausstrahlen zu können, Nutella-mit-Käse-Esser, manchmal schwer von Begriff, ein überschaubares Risiko für den Straßenverkehr, leicht zu begeistern, schockiert wie alt ich schon bin.

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