Labelcheck

Meine ersten Labels habe ich vor einem knappen Jahr bestellt. Nach einer kurzen Runde durch die einschlägigen Foren bin ich bei Dortex gelandet, die mir vielmals empfohlen wurden. 100 Stück für 20 Euro, ein recht kleine Investition und völlig okay, um diese ganze Label-Sache erst mal auszuprobieren. Doch wer viel näht, der weiß, 100 Etiketten sind ratzfatz weg.

Ich habe es ja im letzten Post schon durchblicken lassen: Ich habe neue Labels. Ich habe mich im Web ein bißchen umgeschaut, nach einer günstigen Alternative für große Stückzahlen und bin schließlich bei Labelpartners gelandet.

 

Da jeder der selber näht, früher oder später an den Punkt kommt, wo es schön wäre, ein eigenes Etikett einnähen zu können, lasse ich euch an meinen Erfahrungen in Sachen Labels teilhaben.. :) Heute gibts also von mir den Labelcheck! (Und noch ein Wort vorab: Hier is nix gesponsort. Das ist ist also auch keine vergleichende Werbung. Dieser Vergleich ist rein subjektiv und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit - ich erwähne die Dinge, die mir persönlich wichtig sind.)

Wer auf der Suche nach guten Labels ist, der sollte sich selbst ein paar Fragen beantworten, als da wären: Wie viel nähe ich eigentlich? bzw. Wieviel Etiketten brauche ich ca. pro Woche/pro Monat? Habe ich ein Logo bzw. eine bestimmte Schriftart, die auf das Etikett soll? Oder ist nur wichtig, dass da mein Name steht? Wie wichtig sind mir die Farbauswahl und die Gestaltungsmöglichkeiten? Will ich die Labels einnähen oder aufbügeln? Hätte ich gern einen Falz? Ist mir die Größe/das Seitenverhältnis wichtig? Über diese Sachen sollte man sich - so grob - in Klaren sein.

oben: Labelpartners, unten: Dortex
oben: Labelpartners, unten: Dortex

Material

Labelpartners bietet drei verschiedene Materialien an: Satin (in matt oder glänzend), Taft und Taft in Ultra-HD, ich nenne es mal Supertaft. Alle drei sind gewebt und sehen super-professionell aus; während man beim Satin-Etikett noch einzelne Webfäden erkennen kann, sieht das Label in Supertaft aus, wie aus einem Guss. Extrem hochauflösend und daher gut geeignet für ganz kleine Schriften oder zierliche Logos. 

Dortex hat mittlerweile vier Materialen in Angebot: Von gewebten Baumwollbändern, über gewebte Kunstfaserbänder und bedruckte Satinbänder. Auch die bedruckten Bänder sind selbstverständlich absolut wasch- und bügelfest. Darüberhinaus bieten sie die größte Gestaltungsfreiheit, sogar der Druck von Fotos auf die Bänder ist möglich. Neu im Sortiment sind die sogenannten Flexinera-Etiketten, die aber zum Zeitpunkt meiner Bestellung noch nicht angeboten wurden. Hier handelt es sich um Profi-Labels in höchster Auflösung.

 

Herstellung und Lieferung

Ich hatte bei Dortex Baumwollbänder bestellt, bei Labelpartners Taftbänder. Im direkten Vergleich sieht man den Unterschied recht deutlich. Zugegeben, der Vergleich hinkt ein wenig, denn die beiden Materialien lassen sich eigentlich nicht direkt gegenüberstellen. Ein gleich- oder höherwertiges Produkt wären die Flexinera-Etiketten von Dortex. Doch ich beziehe mich hier der Einfachheit halber ausschließlich auf die Etiketten, die ich schon in Händen hatte. 

 

Dortex produziert ausschließlich in Deutschland und gewährleistest schadstofffreie, ce-geprüfte Ware. Die Prüfprotokolle sind auf der Homepage für jedermann einsehbar. Wer an einem Blick hinter die Kulissen und am Herstellungsprozess interessiert ist, sollte sich das Video anschauen, das die Webstühle in Aktion zeigt. Die Produktionszeit beträgt laut Hersteller 1-2 Wochen. 

Labelpartners produziert in und liefert aus Italien. Die Produktionszeit ist mit 21 Tagen angegeben, zzgl. der Postlaufzeit. 

Rückseite - oben: Labelpartners, unten: Dortex
Rückseite - oben: Labelpartners, unten: Dortex

Gestaltungsmöglichkeiten

Bei Dortex kann man standardmäßig aus 23 Schriften wählen, 13 Schriftfarben und 14 Bändchenfarben stehen zur Verfügung. Gegen einen kleinen Aufpreis kann ein ausgewähltes Motiv hinzugefügt werden, Handarbeitssymbole stehen dabei ebenso zur Auswahl wie Sport-, Tier- oder Kindermotive. Das Hochladen eigener Dateien ist  natürlich auch möglich, hier fällt der Aufpreis schon etwas größer aus.

 

Anders bei den Flexinera-Profilabels, hier versteht man es - übrigens wie beim Wettbewerber Labelpartners - seinen designorientierten Kunden mit den Gestaltungsmöglichkeiten die Freudentränen in die Augen zu treiben. Fast alle Farben sind möglich, exemplarisch steht die Pantone-Palette zur Verfügung. Wer hier bei der Konfiguration seiner Labels nicht fündig wird, dem ist nicht zu helfen.

Labelpartners bietet außerdem knapp über 70 Schriftarten zur Auswahl, jeweils in normal, fett und kursiv. Das Hochladen eigener Dateien ist ohne Aufpreis möglich. 

Preise

Die Unterschiede in der Preisgestaltung sind natürlich stark von der bestellten Menge abhängig. Dortex hat den großen Vorteil, auch kleinere Mengen liefern zu können. 50, 100, 200 Stück - kein Problem. Der Bestellprozess ist auf diese Stückzahlen ausgelegt. In der einfachsten und sehr beliebten Variante - weißes Band mit roter Schrift - ist man schon mit 12,95 Euro für 50 Stück dabei. Günstiger gehts nicht.

Bei Labelpartners lässt man sich die kleineren Mengen schon teurer bezahlen: Egal, ob 100, 500 oder 1000 Etiketten, es kostet gleich viel. Oder eben gleich wenig - wenn man große Stückzahlen abnimmt.

Die Kosten für die Logoeinrichtung bzw. Erstellung der Webmatrix fallen bei beiden Dienstleistern bei einer Nachbestellung nicht nochmal an.

Und unterm Strich?

Da ich diesmal 1000 Labels bestellt habe, war für mich Labelpartners die günstigste Variante.
Obwohl ich vorher nicht wußte, dass ich dass mal brauchen würde - alle Etiketten haben einen Falz. Also rechts und links 5 mm Rand, damit ist es ausgeschlossen, dass man beim Einnähen aus Versehen den Schriftzug anschneidet. 

 

Wer kleinere Mengen benötigt oder Wert auf geprüfte Qualität legt, der ist bei Dortex gut aufgehoben. Auch da habe ich schon sehr schöne Labels gesehen. Interessieren würde mich mal der Druck auf Satin, wer das schon probiert hat und mir ein Foto schicken mag - das würde ich gern mal sehen.

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mambapferd ist

von der guten Seite, nerdy, Turnschuhträgerin, Mama von zwei Jungs, stiller Beobachter, viel zu häufig Gutmensch, eine gute Köchin, kreativ, für gemeinsames Schweigen zu haben, gerne am Meer, dickköpfig, verheiratet, in der Lage Ruhe ausstrahlen zu können, Nutella-mit-Käse-Esser, manchmal schwer von Begriff, ein überschaubares Risiko für den Straßenverkehr, leicht zu begeistern, schockiert wie alt ich schon bin.

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