Von der Idee zum Stoff

Wer selber näht, kann aus Tausenden schöner Stoffe wählen. Und trotzdem ist manchmal nicht der richtige dabei, oder man möchte etwas Individuelles. Mit ein paar Grundkenntnissen im Stoffdesign kann man sich zum Glück ganz leicht die eigenen Entwürfe professionell auf Stoff drucken lassen. Spoonflower oder Stoffn bieten von Baumwolldruck über Satin und Polsterstoffe eine riesige Auswahl, die Preise variieren. Den Vergleich zwischen Probedrucken und Preisen haben Julia ->hier und Susa ->hier schonmal beschrieben.

 

Mir geht es heute eher darum, wie man denn nun einen Stoff designt. Ich zeig euch das an einem Beispiel, an dem ich gestern gebastelt habe. Da bei Stoffn gerade ein Designwettbewerb zum Thema "Federn" ausgerufen ist, war klar, an was ich mich versuchen würde. Immerhin gibt es einen 80-Euro-Gutschein für eigene Stoffe zu gewinnen. 

Bei mir beginnen eigentlichen alle Ideen mit einem Stift und einem Blatt Papier. Die Hand locker machen, Federn zeichnen. Die Feder, die mit dem doodle-Muster gefüllt ist, war eigentlich ein "Unfall". Die Ränder ungleichmäßig (daher der dicke Rand), die Einschnitte zu tief (daher die Unterteilung in einzelne Flächen).

Nach dem Einscannen habe ich zuerst mit den Standard-Federn rumprobiert, ohne zu einem richtig zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Und dann mit den gefüllten Feder.

Ganz links meine Original-Handzeichnung. Hier sieht man noch die Stiftspuren, das Schwarz ist nicht deckend, man erkennt an den An- und Abstrichen wo ich den Fineliner angesetzt habe. Auf dem mittleren Bild sieht man die Feder nach der Photoshop-Bearbeitung. Mit dem Radiergummi-Werkzeug habe ich kleine Fehler ausgebessert und die schwarzen Flächen deckend gefüllt. Und schließlich habe ich die Farbflächen eingefärbt.

Um einen Stoffrapport zu erstellen, legt man sich zuerst mal eine neue Datei an. Ich habe 2000 auf 2000 Pixel gewählt, die Auflösung auf 150 dpi eingestellt. Je nachdem, mit welchem Programm man arbeiten möchte, gibt es verschiedene Wege, ein Muster anzulegen. Auf der stoffn-Seite gibt es dazu Tutorials, die wirklich hilfreich sind.

 

Ich habe meine Federn nun, wie in einem Gefieder, übereinandergeschichtet. Das einzige, was ein bißchen tricky war, waren die Kanten. Denn wenn man den Rapport neben- oder übereinanderlegt, sollte ein nahtloser Übergang entstehen. (Eine Bildersuche liefert viele, viele schöne Beispiele.) Der Verschieben-Filter in Photoshop verschiebt meine Federn aus der Mitte an den Rand und lässt die angeschnittenen Teile perfekt zusammenpassen.

Ab dem 25. 01. kann auf stoffn.de für die schönsten Feder-Stoffe abgestimmt werden. Ich würde mich sehr über ein Herzchen von euch freuen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Katharina (Dienstag, 21 Januar 2014 11:07)

    Vielen Dank für diesen Einblick. Ich finde das total spannend, bin aber leider, was das Zeichnen angeht, total unbegabt: Ich kann nur Strichmännchen :-)
    Viel Glück beim Wettbewerb!

  • #2

    Chri-stoff_Charming (Donnerstag, 30 Januar 2014 20:16)

    Hallo,
    das ist ja wirklich ein prächtiges Muster. Es hat (glaube ich) gute Chancen in die Top-3 zu kommen.

    @Katharina: Auch ein Muster aus Strichmännchen kann ganz toll aussehen und macht bestimmt riesig Spaß es zu entwerfen, probier es doch einfach mal aus.

    Aller beste Grüße, christoph

  • #3

    ines liebsch (Mittwoch, 21 Januar 2015 19:12)

    STOPP bitte macht den Hintergrund unter Euren Blog weiss - vor lauter Punkten sehe ich den Text nicht!
    Das kann doch unmöglich Absicht sein oder???

mambapferd ist

von der guten Seite, nerdy, Turnschuhträgerin, Mama von zwei Jungs, stiller Beobachter, viel zu häufig Gutmensch, eine gute Köchin, kreativ, für gemeinsames Schweigen zu haben, gerne am Meer, dickköpfig, verheiratet, in der Lage Ruhe ausstrahlen zu können, Nutella-mit-Käse-Esser, manchmal schwer von Begriff, ein überschaubares Risiko für den Straßenverkehr, leicht zu begeistern, schockiert wie alt ich schon bin.

Follow on Bloglovin