Der 12tel Blick

Bei einem meiner zahllosen Streifzüge durchs Internet bin ich über - oder besser gesagt in - ein schönes Projekt gestolpert: den 12tel Blick. Es geht darum, einen Ort im Laufe eines Jahres immer wieder zu fotografieren, um die Veränderung zu beobachten. 

Nun ist es so,dass ich sehr empfänglich bin für derlei Sachen. Während meiner ersten Schwangerschaft wollte ich meinen Bauch jeden Tag im Profil fotografieren, um daraus später eine kleine Animation zu basteln. Das Ganze ist natürlich gescheitert, weil ich die Sache irgendwann um den 5. Monat herum aus dem Blick verloren habe. 

Als ich im Krankenhaus mal eine CD mit meinen MRT-Aufnahmen bekommen habe, wollte ich aus den Einzelbildern ein Daumenkino machen, eine Reise durch meine Innereien, quasi als romatische Geste für meinen Mann. (Und ja, das hätte ihm tatsächlich gefallen, wir haben den gleichen schrägen Humor.)

 

Im Gegensatz zu diesen doch recht ehrgeizigen Projekten ist der 12tel Blick durchaus zu schaffen, es braucht nur jeden Monat ein Foto. Die Motive sind frei wählbar, es bietet sich aber ein Blick ins Grüne an, da passiert wettertechnisch- und jahreszeitenbedingt ja doch oft das meiste. Und auch wenn das jetzt nicht übermäßig originell ist, zeigt das erste Foto unseren Garten. Da dieser Garten noch gar nicht so lange unserer (MEINER, MEINER, MEINER) ist, habe ich damit ambitionierte Pläne und bin selbst gespannt, wie er sich in diesem Jahr entwickelt.

Und dann will ich noch einen Blick riskieren, in mein Arbeitszimmer. Das sich hoffentlich ebenfalls deutlich verändern wird in den kommenden Monaten. Alle zwanghaft ordentlichen Leser scrollen jetzt bitte nicht weiter runter oder klicken gleich weg. Wer glaubt, den Anblick ertragen zu können, der ruft sich bitte vorher nochmal alle Binsenweisheiten ins Gedächtnis, die irgendwie Kreativität und Chaos miteinander verbinden.

Noch mehr 12tel Blicke gibts hier.

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Kommentare: 2
  • #1

    tageweise (Mittwoch, 29 Januar 2014 18:02)

    Na, da bin ich ja mal gespannt. Meins sah bis vor kurzem genauso aus. Nun ist es leergeräumt und wird Kinderzimmer. ;-) Eigentlich habe ich mich immer für mein Chaos geschämt, aber manchmal denke ich, es wäre doch witzig gewesen, das Chaos mal für die Nachwelt zu konservieren! :-)

  • #2

    Uta (Freitag, 21 Februar 2014 20:06)

    Hi, also ich sehe nur Kreativität herumliegen

mambapferd ist

von der guten Seite, nerdy, Turnschuhträgerin, Mama von zwei Jungs, stiller Beobachter, viel zu häufig Gutmensch, eine gute Köchin, kreativ, für gemeinsames Schweigen zu haben, gerne am Meer, dickköpfig, verheiratet, in der Lage Ruhe ausstrahlen zu können, Nutella-mit-Käse-Esser, manchmal schwer von Begriff, ein überschaubares Risiko für den Straßenverkehr, leicht zu begeistern, schockiert wie alt ich schon bin.

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