Ri-Ra-Rasselwolke

Überall durch Netz geistern zur Zeit die Stoff-Abbau-Projekte. So richtig anfreunden kann ich mich damit nicht, ich befinde mich noch immer in der Stoff-Aufbau-Phase  ...und werde damit vermutlich auch nie fertig. :)

Projekte, um die Restekiste ein bißchen leichter zu machen, sind aber immer gern gesehen, und so bin auch ich immer auf der Suche nach Nähideen, die sich mit fitzefatzekleinen Reststücken umsetzen lassen.


Sehr süß, einfach und schnell gemacht ist so eine Wolke mit buntem Stoffregen.  Außerdem ist das auch ein super Geschenk für Kleinstmenschen, denn die lieben bekanntermaßen solche Bänder zum Nasslutschen.

Zuerst werden zwei Wolkenteile ausgeschnitten, eine Vorder- und eine Rückseite. Wer nicht so gut ist im Freestyle-Wolken-zeichnen, darf gerne meine Vorlage benutzen, die ich hier zum Download bereitgestellt habe.

Ich habe weißen Sweat genommen, und zwar die linke Seite, da die kuscheliger und wolkeliger ist (und den Sabber besser aufsaugt). Den Mund mit Bleistift auf den Stoff vorgezeichnet und mit der Maschine zweimal nachgenäht. Zweimal, weil die Naht im der weichen Sweat-Rückseite so einsinkt und dann besser erkennbar ist. Die Augen habe ich mit KamSnaps gemacht.

Die Wolkenteile sehen nach dem Zusammennähen und Wenden dann so aus. Die Form hat mir eigentlich auch vor dem Wenden schon gefallen, dass man die Naht sieht, finde ich jetzt gar nicht störend und die Wolkenform kommt dadurch schöner raus. Die nächste werd ich wohl mal so nähen. Filz wäre dann das Material der Wahl, dann franst dann auch garantiert nix mehr (guter Kunstfilz ist übrigens bis 40° waschbar). Als Stoffalternative ist auch Molton gut geeignet und eine kunterbunte Rückseite steht der Wolke bestimmt auch gut. Am unteren, geraden Teil bleibt eine recht große Öffnung, hier werden dann die Regenbänder eingesetzt.

Jetzt ist es Zeit, die Kiste mit den Jerseyresten auszukippen. Mit der Schere werden längs zum Fadenlauf (praktisch, denn die Stücke bleiben eh immer übrig) Streifen von ca. 15 cm Länge geschnitten, in einer Breite von ca. 1,5 cm. Wie gesagt, Pi mal Daumen. Die Streifen an einem Ende ein bisschen einrollen und einen Knoten reinmachen. An einem durchschnittlichen Fernsehabend kann man davon schon so 50 Stück vorbereiten. Am schönsten sind dafür natürlich garngefärbte Stoffe, aber das sind ja in der Regel nur die Ringeljerseys - und die anderen tuns auch. 

Jersey rollt sich ohnehin gerne ein. Hilft man da ein wenig nach - am unteren Ende vor dem Knotenreinmachen und am oberen Ende vor dem Annähen - wird man auch in der Bändelmitte die unbedruckte Rückseite nicht sehen.


Dann habe ich mir einen Streifen festen Stoff gesucht (ich habe auch den weißen Sweat genommen) und eine Handvoll Bänder dicht an dicht nebeneinander auf den Streifen genäht. Die genaue Menge ergibt sich aus der Größe der Öffnung, die die Wolke noch hat, denn dort wird der Streifen später eingesetzt.

Der Grund, warum ich die Jerseybänder auf einen extra Streifen nähe, anstatt sie beim Schließen der Wolke mitzufassen, ist ganz einfach: Hier kann ich drölfzigmal hin- und hernähen, bis die Bändern bombenfest sitzen. Babys haben oft nicht nur unglaublich viel Kraft in den Händen, sie haben auch einen unglaublich starken Willen, wenn es um das Abreissen von Bommeln, Bändern oder Schildchen geht. 

Die Wolke wird jetzt leicht mit Füllmaterial gefüllt, ich nehme dafür Hohlfaserbällchen aus Polyester. Außerdem schiebe ich eine Rassel mit rein, bevor ich den Streifen mit den Bändeln einsetze und die Wolke mit einem Gradstich schließe. Auch das Garn sollte reissfest und belastbar sein, und den energischen Babyhänden Widerstand bieten. Einen sehr guten und ausführlichen Blogpost über den Unterschied, den ein gutes Garn ausmacht, hat Barbara hier geschrieben

Ja und dann? Fertig! Und weil heute Dienstag ist, schicke ich die Wolke gleich noch zum Creadienstag und zum Kiddikram

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Kommentare: 8
  • #1

    Nina (Freitag, 07 November 2014 21:02)

    Oh wie cool, die Idee ist ja super. Zu schade das ich meine Rasseln schon anderweitig vernäht habe - da muss ich wohl noch welche besorgen.. Aber mit Quietschen gehts bestimmt auch.
    LG Nina

  • #2

    Nadine W. (Dienstag, 11 November 2014 20:40)

    Die Wolke ist ja herzallerliebst <3
    Liebe Grüße

    Nadine

  • #3

    Stoff Hoff (Donnerstag, 20 November 2014 13:13)

    Oh, wie zauberhaft ist die denn? Ach mensch, ich muss die jetzt auch endlich mal nähen!

    Liebe Grüße,
    Claudia

  • #4

    Blanca (Montag, 13 April 2015 15:32)

    Liebe Manja,

    was für eine tolle Idee. Ich habe mich inspirieren lassen und die Wolke nachgenäht. Hier findest du den Beitrag: https://kleinekleinigkeiten.wordpress.com/2015/04/06/reste-rassel-wolke/

    Danke für deine wunderbare Arbeit!

    Kuss
    Blanca

  • #5

    tyrsten (Dienstag, 14 April 2015 22:54)

    Die ist ja bezaubernd!
    Deine Anleitung ist wirklich toll...das Wölkchen wird der nächste Spross in meinem Bekanntenkreis bestimmt zur Geburt geschenkt bekommen! Danke dafür!
    Am besten gefällt mir übrigens "drölfzigmal" ;-)

    LG, tyrsten

  • #6

    DIY MODE (Montag, 02 November 2015 19:33)

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die kostenlose Anleitung! Ich habe deine Idee in meinen Beitrag "Die schönsten 100 Geschenke zum Nähen" aufgenommen. Ich hoffe, dass es ok für dich ist (natürlich mit Verlinkung zu deinem Blog). Liebe Grüße Eliza

  • #7

    Fabio (Mittwoch, 02 März 2016 13:44)

    super ..im titel steht rasselwolke hast du keine rassel eingenäht?

  • #8

    Angella Provenza (Freitag, 03 Februar 2017 22:35)


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mambapferd ist

von der guten Seite, nerdy, Turnschuhträgerin, Mama von zwei Jungs, stiller Beobachter, viel zu häufig Gutmensch, eine gute Köchin, kreativ, für gemeinsames Schweigen zu haben, gerne am Meer, dickköpfig, verheiratet, in der Lage Ruhe ausstrahlen zu können, Nutella-mit-Käse-Esser, manchmal schwer von Begriff, ein überschaubares Risiko für den Straßenverkehr, leicht zu begeistern, schockiert wie alt ich schon bin.

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